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5 September 2010 08:37
 

.: Innovationen am Telefon :.

HIM - Screamworks-Love In Theory And Practice
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Neuerscheinung

Nach dem kompositorisch als auch textlich eher sperrigen, harten und düsteren Vorgänger„Venus Doom“ ist das siebte Studio-Opus „Screamworks: Love in Theory and Practice“ nun eine deutlich leichtere, fast schon fröhliche Angelegenheit. Aber natürlich nur fast, denn neben prominenten 80er-Reminiszenzen, sowohl in Richtung klassischen Melodic-Rocks, des Synthie-Pops von Bands à la Depeche Mode und a-ha sowie modernen, harten Grooves, ist das Gothic-Element selbstverständlich weiterhin sehr prominent vertreten.

 

Einen großen Anteil an der Vielfalt des neuen Materials hatte dabei zweifellos der erstmals als HIM-Producer fungierende Matt Squire (Taking Back Sunday, The Used, Panic! At the Disco). Da sich die Songs schon beim Schreiben anders anfühlten als alles, was man bis dato veröffentlicht hatte, wollte Valo auch einen frischen Ansatz in Sachen Produktion. Aus den USA kam dann Squires Name ins Spiel, was sich als wahrer Glücksgriff herausstellen sollte. Bereits bei der ersten Begegnung mit dem Band-Mastermind machte es ganz laut „klick“.

 

So begaben sich HIM also erstmals in die Glitzerwelt von Hollywood, um eines ihrer Werke aufzunehmen, und Valo schwärmt noch heute: „Die Studioszene von Los Angeles ist ein wahres Paradies, wenn man ein Rockalbum machen will.“

 

Das Ergebnis sind 13 Stücke, die streckenweise sehr unterschiedlich, fast gegensätzlich ausgefallen sind, im Gesamtkontext aber ein atemberaubend homogenes Ganzes ergeben. Unter dem Heartagram vereint, treffen nun also – wie etwa bei der grandios eingängigen Single „Heart Killer“ – 80er-Sounds auf moderne Rhythmik. Gleichberechtigt existieren Breitwand-Hymnen vom Schlage „Scared To Death“ oder „Love, The Hardest Way“ neben Besinnlichem im Stile von „Katherine Wheel“ oder druckvollem, von Valos bisher souligster Gesangsleistung (u. a. „Like St. Valentine“) verziertem Düster-Metal. Der Widerspruch bei konsequenter Fortführung des eigenen Stils ist und bleibt die Trumpfkarte von HIM.

 

Zum Album-VÖ plant die Band einige Club-Shows in Deutschland sowie Finnland, England, Frankreich und den Niederlanden zu spielen. Daraufhin geht es nach Australien, Japan und weiter nach Nord- bzw. Mittel- und Südamerika. Im Sommer folgen diverse Festivals, und im Herbst wird es dann die große Europa-Tour geben.


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